Schwandorf
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  1. Kinogottesdienst

Kinogottesdienst

Fülle dein Leben

Jugendstelle Schwandorf
Kurz nach 21 Uhr ist auf den Rängen der vollbesetzten Festspiel-Tribüne im Burghof, als das Läuten der Kirchenglocken zum Abendgebet gerade verklingt, die Spannung und die Neugier der Besucher auf den Kinogottesdienst zum ansprechend gewählten Thema „Fülle dein Leben“ deutlich wahrzunehmen.

Der stimmungsvoll beleuchtete Bühnenraum vor der Kirchenwand als Kinoleinwand mit dem schlichten Holzkreuz im Zentrum, Pfarrer Stefan Wagner mit seinem jugendlichen Vorbereitungsteam auf der einen Seite, Jürgen Zach mit Band auf der anderen Seite, all dies lässt bereits vermuten, dass diese Art der Gottesdienstfeier anders, fetzig und berührend werden wird. Dass tatsächlich der Eberhofer, der niederbayerische Dorfpolizist in der bereits Kultstatus erreichten Krimireihe von Rita Falk, eine Hauptrolle im Wortgottesdienst spielen wird, könnte der ein oder andere vielleicht schon aufgrund des Werbeplakats geahnt haben.

Diese Vermutung bestätigte sich gleich zu Beginn. Nachdem die Band mit „Lass uns Neues wagen“ den Wortgottesdienst eröffnet hatte, stellten Jugendliche aus den Reihen der Neunburger Ministranten und des BDKJ-Kreisverbandes, die zusammen mit Stadtpfarrer Stefan Wagner nach dem Konzept des Regensburger Pfarrers Gerhard Pöpperl die Feier vorbereitet hatten, den Eberhofer vor, so dass die Gottesdienstbesucher den danach eingespielten Szenen folgen konnten. Den Eberhofer lernten die Besucher dann in einer Szene kennen, die eine für ihn typische Auseinandersetzung mit seinem Vorgesetzten zeigte und zu ersten lauten Lachern im Publikum führte, da er in stoischer Ruhe den Verkehr regelte, dabei aber einen kilometerlangen Stau provozierte. Durch weitere Szenen mit Tiefpunkten im Leben Eberhofers, die das Technik-Team um Wolfgang Grässl durch die Aneinanderreihung von Filmszenen, erklärenden Bildern oder Texten durchaus forderte, konnten sich die Kirchenbesucher mit „einem, der einfach nur ein gutes Leben haben will“ identifizieren, „weil in jedem von uns ein Stück Eberhofer steckt, weil in jedem von uns ein Sehnen wohnt – nach Glück, nach Liebe, nach einem Leben in Fülle“.

Und gerade dann, wenn es mal nicht so laufe, tue es gut, zu erfahren, dass da Gott sei, der „ein Stück vom Leben in Fülle“ für uns bereithalte. So betont Pfarrer Stefan Wagner in seiner Predigt zum Gleichnis vom guten Hirten, dass „das Leben in Fülle oft ganz unscheinbar daher kommt: in einer netten Begegnung, in einem schönen Erlebnis oder in einem guten Wort.“ Symbolisch durften Kinder und Jugendlichen die Sehnsüchte der Anwesenden durch Weihrauchkörner zum Himmel schicken. Die Besucher würdigten die besondere, bewegende und erfüllende Form der gottesdienstlichen Feier mit langanhaltendem und frenetischem Applaus.

Bericht von: https://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/fetzig-und-zugleich-beruehrend-21416-art1816626.html

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