Schwandorf
72 Stunden Aktion 2019Die Welt ein Stückchen besser machen1/6
Tage der Orientierungbietet die Jugendstelle für Schulen an2/6
MinistrantenfußballturniereJedes Jahr spielen die Minis in den Dekanatsturnieren um die Qualifikation zum Regionalturnier3/6
Jugendwallfahrt Miesbergmit dem Kanu, dem Rad, zu Fuß oder mit dem Auto4/6
Ministrantenwallfahrt nach Rom350 Ministrant/innen aus dem Landkreis Schwandorf sind dabei gewesen5/6
Ministrantentag in Teublitz 6/6
  1. 72-Stunden-Aktion in Teublitz

72-Stunden-Aktion in Teublitz

im Kindergarten und beim Pfarrheim

Jugendstelle Schwandorf
„Uns schickt der Himmel“, unter diesem Motto fand am letzten Mai-Wochenende die bundesweite Solidaraktion der katholischen Jugendverbände statt. Innerhalb von 72 Stunden gilt es dabei von Donnerstag bis Sonntag ein soziales, ökologisches oder kulturelles Projekt auf die Beine zu stellen. Mit dabei bei der 72-Stunden-Aktion waren die Kinder und Jugendlichen der Teublitzer Ministranten und der Kolpingjugend. „Es ja schon das zweite Mal, dass wir in Teublitz bei dieser Aktion dabei sind.“, erinnert sich Oberministrantin Martina Emmert, „bei der letzten 72-Stunden-Aktion vor sechs Jahren haben wir uns für unsere Kinderhaus engagiert.“ Logisch, dass die Begeisterung unter den Teublitzer Jugendlichen wieder groß war, als Pfarrer Michael Hirmer schon vor gut einem Jahr in einer Gruppenleiterrunde erwähnte, dass es wieder eine 72-Stunden-Aktion bundesweit geben wird. Es gründete sich ein Vorbereitungsteam für die Pfarrgemeinde, das nach Projekten und Kooperationspartner Ausschau hielt. „Ich bin immer ganz verwundert, was unsere Jugendliche für Ideen haben.“, freut sich Pfarrer Hirmer über den Elan der Teublitzer Pfarrjugend, „schließlich haben sie gleich auf zwei Projekte geeinigt. Neben der Neugestaltung der Pergola des Pfarrheimes ist auch das Kinderhaus wieder ein Schwerpunkt der Teublitzer Aktion.“ Besonders in Teublitz ist aber nicht nur, dass gleich zwei Projekte binnen 72 Stunden umgesetzt werden sollen. Auch die vielen Kooperationspartner sind ein Aushängeschild der Pfarrgemeinde Teublitz. „Ich habe mich sofort für die 72-Stunden-Aktion begeistert.“, berichtet Susanne Ertl, die als Klassenleitung der 7. Jahrgangstufe an der Telemannschule Teublitz unterrichtet. Mit Pinseln bewaffnet steht sie auf einer Leiter und streicht dort mit 30 Schülern das Gartenhaus des Kindergartens. Auch der große Sandkasten und der Wasserspielplatz der Kinder werden von den Schülern restauriert. Angeleitet werden sie dabei von Hausmeister Stephan Schwarz und Schreinermeister Karl Popp, der sich extra für die 72-Stunden-Aktion frei nahm und das Arbeitsmaterial kostenlos zur Verfügung stellte. Als weiterer Kooperations-Partner der 72-Stundenaktion trat der Elternbeirat des Kinderhauses mit auf. Der legendäre Zug aus Eisenrohren, auf dem schon mehrere Generationen von Kindern spielten, erhielt einen neuen Anstrich. „Für uns ganz selbstverständlich sind die Jugendliche, die bei der Lebenshilfe in Schwandorf arbeiten.“, beschreibt Pfarrer Hirmer einen weiteren Partner, „Integration von Menschen aller Fähigkeiten und jeder Herkunft ist in unserer Pfarrgemeinde und unserem Kinderhaus seit vielen Jahren eine gelebte Realität.“ Das Projekt „Pergola“ steht unter der Leitung von Pfarrgemeinderatsmitglied Uwe Störtebecker. „Nach 20 Jahren ist hier einfach mal eine Neugestaltung nötig geworden.“ Die Jugendlichen demontieren zuerst alte Bodenschwellen und verwitterte Holzplanken. „Es soll der Bodenbelag erneuert und eine Einhausung geschaffen werden. Für unsere vielen Veranstaltungen entsteht eine Theke.“ Wichtig für die Moral der über 60 Kinder und Jugendlichen ist natürlich eine gute Verpflegung. Pfarrhaushälterin Alexandra Zeins übernahm diese Aufgabe mit ihrer Tochter Franziska und deren Freundin Miriam Hubrich. Die Teublitzer 72-Stunden-Aktion mit ihren Kooperationspartnern und Projekten erreichte auch über die Pfarrgrenzen weites Interesse. So besuchte gleich zu Beginn der Aktion Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder die Jugendlichen und bedankte sich für deren Engagement. Am ersten Tag mit dabei war auch die Leiterin der katholischen Jugendstelle Schwandorf Linda Lichtenberg. Am Freitag besuchte Clemens Metzler die Teublitzer Aktionen. Der diözesane Vorsitzende aller katholischen Jugendverbände war voll des Lobes für die Teublitzer Jugendlichen. Auch die Diözesanleitung der Kolpingjugend zeigte sich beeindruckt bei ihrer Stückvisite am Samstag. „Wahnsinn was die hier auf die Beine gestellt haben.“, so Max Körner und Markus Kraus von der Diözesjugendleitung des Kolpingwerkes. Neben den Aktionen und der vielen guten Arbeit steht in Teublitz aber auch das spirituelle Moment im Mittelpunkt. So feierten die Jugendlichen am Donnerstagabend gemeinsam Eucharistie in der Pfarrer Michael Hirmer an das „wesentlichen allen Gelingens: die Liebe“ erinnerte. Der Abschluss der 72-Stunden-Aktion in Teublitz wird deshalb am Sonntag früh die große 75. Gelöbniswallfahrt nach Schwandorf sein. „Wir leben und wir glauben gemeinsam und wir wollen diese Welt verbessern.“, erinnert Oberministrant Matthias Zankl an den tiefen Sinn katholischer Jugendarbeit, „deshalb ist es auch gut, dass wir am Ende der 72-Stunden-Aktion nach Schwandorf gehen und für den Frieden beten.“ Bericht (Michael Hirmer)